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Forum Heute zum Thema: Elektroinstallateur EFZ «Stromwird immer gebraucht» Der Beruf des Elektroinstallateurs steht in der Gunst der Schweizer Jugendlichenweit oben. Der 20-jährige Patrick Amstutz ausObbürgenweiss aus eigener Erfahrungwarum. Bei der Frey+Cie ElektroAG in Stans absolviert er die Lehre zumElektroinstallateur EFZ, die er in den nächstenWochen abschliessenwird. R ohre einlegen, Drähte einziehen, Schalter und Lampenmontieren, Kommunikations- anlagen zumLeben erwecken. Der Job des Elektroinstallateurs ist vielseitig. Zum einen bein- haltet er harte körperliche Arbeit wie das Aufspitzen vonMauern, zum anderen verlangt er viel Finger- spitzengefühl, zumBeispiel beimErstellen von Ka- belverbindungen in Netzwerken. Diese Gegensätze mag Patrick Amstutz (20) aus Obbürgen ganz beson- ders an seinemJob. Zurzeit absolviert er die Lehre zumElektroinstallateur EFZ bei der Frey+Cie Elektro AG in Stans. Auf der Baustelle lernt er alles über den Einbau und den Unterhalt von elektrischen Installa- tionen. Als Elektroinstallateur kümmert er sich um die Stromverteilung – vomHausanschlusskasten bis zur Steckdose. Aktuell ist er gerade in einem Neubau in Ennetbürgen beschäftigt, hilft beimSpit- zen, Schlitzen und Einziehen. Endmontage als Highlight Die Frey+Cie Gruppe bildet nicht weniger als 95 Elek- troinstallateure EFZ und 45 Montage-Elektriker EFZ aus, wie Patricks Berufsbildner Matthias Klauser sagt. Die Lehre dauert vier resp. drei Jahre. Der Ler- nende ist meist mit einer ausgebildeten Fachkraft unterwegs, erlernt die technischen Grundfertigkei- ten und erledigt einfache Installationsarbeiten. «Die Anforderungen an die Jugendlichen sind hoch», so Klauser. «Gute Leistungen inMathematik und Geometrie sind Voraussetzung.» Nicht selten gilt es für die angehenden Elektroinstallateure auch schwere Geräte wie Bohrmaschine, Kombihammer oder Mauerfräse herumzutragen. Zudemkönne es recht anstrengend sein, wennman längere Zeit über Kopf oder gebückt arbeitenmuss. Das Schönste an seinemBeruf sei für ihn das Anschliessen einer Hauptverteilung (HV) und natürlich die Endmonta- ge: «Es ist ein gutes Gefühl, wenn die Lampe leuchtet und die angeschlossenen Geräte funktionieren.» Das entschädige für die körperliche Anstrengung. Und wie gefährlich ist die Arbeit? Patrick: «Wennman die Sicherheitsvorschriften einhält undmit dem nötigen Respekt an die Sache arbeitet, ist unser Job nicht gefährlicher als der eines anderen Handwer- kers.» Seit einiger Zeit geht der junge Obbürger des öftern allein auf Installationstour – was für die Ler- nenden laut Matthias Klauser «überaus spannend undmotivierend ist». Beliebt bei den Jungen Der Beruf des Elektroinstallateurs ist in der Gunst der Nidwaldner Schulabgänger übrigens wieder ge- stiegen. Starteten 2018 gerade mal acht junge Män- ner in die 4-jährige Ausbildung, so waren es 2019 de- ren zwölf. Diesen Sommer schliesst Patrick Amstutz seine Lehre ab. In diesen Tagen findet das praktische Qualifikationsverfahren statt. Danach stehen ihm viele Türen offen, sagt Martin Schlegel, Präsident des Verbandes Zentralschweizerischer Elektro- Installationsfirmen VZEI: «Die Weiterbildungen zum Elektroprojektleiter Installation und Sicherheit und zumdipl. Elektroinstallations- und Sicherheits- experten, früher Meister, sind schweizweit aner- kannte Ausbildungsstufen imBereich Elektrotech- nik. Wer nach der Lehre direkt auf den Arbeitsmarkt tritt, hat ebenfalls ausgezeichnete Chancen auf eine dauerhafte Festanstellung. Das Angebot ist gross, die Zukunftsperspektive gut, denn Stromwird im- mer gebraucht.» Das gilt auch für die Frey+Cie Grup- pe, wo laut Matthias Klauser imSchnitt 95 Prozent der Lehrabgänger weiterbeschäftigt werden: «So haben wir auch als Firma etwas davon, dass wir sie vier Jahre lang ausgebildet haben.» DANIEL SCHWAB

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